Alesse (Levonorgestrel / Ethinylestradiol) – Patienteninformation für Österreich
Alesse ist ein Kombinationspräparat zur hormonellen Verhütung. Es enthält Levonorgestrel (Gestagen) und Ethinylestradiol (Östrogen). Es wird üblicherweise als „Pille“ im festen Einnahmeschema verwendet, um eine Schwangerschaft zu verhindern. Im Folgenden finden Sie eine ausführliche, verständliche Übersicht zu Wirkung, Anwendung, Sicherheit und typischen Fragen.
| Wichtige Punkte | Zusammenfassung |
|---|---|
| Arzneistoffe | Levonorgestrel + Ethinylestradiol |
| Art | Kombinationshormonpräparat („Kombinationspille“) |
| Hauptzweck | Verhütung durch Hemmung des Eisprungs und Veränderung des Zervixschleims |
| Einnahmeschema | Meist 21 Tabletten aktiv, anschließend Tablettenpause oder wirkstofffreie Tage (je nach Packung) |
| Typische Wirksamkeit | Sehr hoch bei korrekter Einnahme; sinkt bei vergessener Einnahme |
| Wichtig | Schützt nicht vor sexuell übertragbaren Infektionen (z. B. HIV, Chlamydien) |
Grundlegende Produktinformationen
Alesse ist eine orale Verhütungspille mit einer festen Wirkstoffkombination. Die genaue Tablettenanzahl und das Schema (z. B. 21/7 oder 24/4) können je nach Ausführung/Packung variieren. Orientierung bietet stets die Packungsbeilage bzw. die Angaben auf der jeweiligen Packung.
Levonorgestrel ist ein Gestagen (aus der Gruppe der Progestine). Ethinylestradiol ist ein synthetisches Östrogen. Zusammen stabilisieren sie den hormonellen Zyklus und senken die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft.
Wie Alesse wirkt (Wirkprinzip)
Die Verhütung mit Kombinationspillen beruht auf mehreren Mechanismen:
- Hemmung des Eisprungs: Die hormonelle Steuerung verhindert häufig, dass ein Follikel heranreift und ein Ei freigesetzt wird.
- Veränderung des Zervixschleims: Der Schleim am Muttermund wird zäher. Dadurch gelangen Spermien schlechter in die Gebärmutter.
- Veränderung der Gebärmutterschleimhaut: Die Schleimhaut wird so aufgebaut, dass eine Einnistung erschwert sein kann.
Zusätzlich werden Blutungsrhythmus und -muster bei vielen Anwenderinnen planbarer. Dennoch ist es in den ersten Zyklen nicht ungewöhnlich, dass es zu Zwischenblutungen oder leichten Unregelmäßigkeiten kommt.
Pharmakokinetik: Aufnahme, Verteilung, Abbau und Ausscheidung
Die folgenden Punkte geben einen allgemeinen Überblick (Details können je nach individueller Situation variieren):
- Aufnahme: Nach oraler Einnahme werden die Wirkstoffe aus dem Magen-Darm-Trakt aufgenommen. Die Höchstkonzentration im Blut wird typischerweise innerhalb weniger Stunden erreicht.
- Verteilung: Ethinylestradiol und Levonorgestrel binden teilweise an Blut-Transportproteine. Dadurch wird ein relativ gleichmäßiger Spiegel unterstützt, solange die Einnahme regelmäßig erfolgt.
- Stoffwechsel: Beide Wirkstoffe werden vor allem in der Leber verstoffwechselt. Bestimmte Enzymsysteme (u. a. Cytochrom-P450) spielen dabei eine Rolle.
- Ausscheidung: Metaboliten werden über Niere und/oder Galle ausgeschieden. Die Halbwertszeiten können sich zwischen den Wirkstoffen unterscheiden.
Für die Praxis ist besonders wichtig: Regelmäßige Einnahme hält die Hormonspiegel ausreichend stabil. Auch bestimmte Medikamente können den Abbau beschleunigen oder beeinflussen.
Typische Anwendung und Zeitpunkt der Einnahme
Wann beginnen?
Je nach Ausgangssituation gibt es unterschiedliche Startzeitpunkte. Häufige Optionen (bitte die Packungsbeilage beachten):
- Start am 1. Tag der Periode: Oft ist der Verhütungsschutz sofort gegeben.
- Start in der Zyklusmitte: Üblicherweise ist eine zusätzliche Verhütungsmethode für eine gewisse Zeit erforderlich, bis ausreichende Spiegel erreicht sind.
- Wechsel von einer anderen Verhütungsmethode: Das Vorgehen hängt davon ab, welche Methode zuvor genutzt wurde (z. B. Kombinationspille, Gestagenpille, Vaginalring, Pflaster).
Wie oft und wie lange?
Alesse wird im Regelfall täglich eingenommen – möglichst zu einer festen Uhrzeit. Das Schema einer 21/7-ähnlichen Anwendung umfasst typischerweise:
- Aktive Tabletten über mehrere Tage (häufig 21)
- Tablettenpause bzw. wirkstofffreie Tage (häufig 7), in denen eine Abbruchblutung auftreten kann
Der Start der nächsten Packung erfolgt in der Regel am gleichen Wochentag, unabhängig davon, ob die Blutung bereits aufgehört hat.
Dosis: Übliche Dosierung
Alesse wird üblicherweise als 1 Tablette täglich nach dem auf der Packung angegebenen Schema eingenommen. Die exakte Konzentration der Wirkstoffe (mg/µg) hängt von der jeweiligen Alesse-Variante ab. Bitte verwenden Sie ausschließlich die für Ihre Packung vorgesehenen Anweisungen.
Vergessene Einnahme: Was ist zu tun?
Wenn eine Tablette vergessen wird, kann der Schutz vor einer Schwangerschaft sinken. Häufig wird zwischen „zu spät“ und „mehrere Tabletten“ unterschieden. Da das genaue Vorgehen vom Zeitpunkt innerhalb des Schemas abhängt, gelten in der Praxis meist Hinweise aus der Packungsbeilage.
- Grundsatz: Nehmen Sie die vergessene Tablette so bald wie möglich ein – und setzen Sie die tägliche Einnahme fort, auch wenn dadurch zwei Tabletten an einem Tag erforderlich sein können (gemäß Packungsbeilage).
- Zusätzlicher Schutz: Je nach Zeitpunkt kann für eine gewisse Zeit eine zusätzliche Barrieremethode (z. B. Kondom) nötig sein.
- Bei unsicherem Vorgehen: Fragen Sie medizinisches Fachpersonal oder informieren Sie sich anhand der Packungsbeilage.
Wenn innerhalb kurzer Zeit nach Einnahme Erbrechen auftritt oder starker Durchfall besteht, kann die Aufnahme beeinträchtigt sein. Dann kann es sein, dass die Situation ähnlich wie bei einer vergessenen Tablette behandelt werden muss.
Essen, Nahrung und Getränke: Gibt es Wechselwirkungen?
In der Regel beeinflusst Nahrung die Aufnahme einer Kombinationspille nicht wesentlich. Sie können Alesse daher meist mit oder ohne Essen einnehmen. Bei empfindlichem Magen kann die Einnahme mit etwas Nahrung jedoch angenehmer sein.
Wichtiger als Essen sind hingegen einige Medikamente sowie Situationen, die die Wirkstoffaufnahme oder den Abbau beeinflussen (z. B. bestimmte Enzyminduktoren).
Alkohol: Wie wirkt sich Alkohol auf Alesse aus?
Mäßiger Alkoholkonsum führt in der Regel nicht zu einer direkten Verringerung der Wirksamkeit. Problematisch kann es vor allem werden, wenn durch Alkohol
- die Einnahme vergessen wird,
- Erbrechen ausgelöst wird (dann kann die Aufnahme beeinträchtigt sein),
- Durchfall auftritt.
Wenn Sie nach der Einnahme erbrechen oder starken Durchfall bekommen, beachten Sie die entsprechenden Hinweise in der Packungsbeilage.
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Manche Medikamente können die Wirksamkeit von Kombinationspillen senken, indem sie den Abbau in der Leber beschleunigen oder Transportprozesse beeinflussen. Andere können umgekehrt den Hormonspiegel erhöhen und Nebenwirkungen begünstigen.
Häufige Risikogruppen (Beispiele)
- Bestimmte Antiepileptika (z. B. Wirkstoffe, die Enzyme induzieren)
- Bestimmte Mittel gegen Tuberkulose
- Einige HIV-Medikamente (je nach Wirkstoff)
- Bestimmte Antibiotika/Antimykotika (in der Praxis besonders bei klinisch relevanten Präparaten beachten)
- Johanniskraut (Hypericum perforatum) als pflanzliches Mittel
- Einige Hepatitis-C-Medikamente (abhängig von Kombination und Dosierung)
Wie gehen Sie sicher vor?
- Informieren Sie behandelnde Ärztinnen/Ärzte oder Apotheke immer über Alesse.
- Lesen Sie die Wechselwirkungsangaben in der Packungsbeilage.
- Zusatzschutz kann für die Dauer der gleichzeitigen Therapie und anschließend für eine gewisse Zeit erforderlich sein.
Indikationen: Wofür wird Alesse verwendet?
Alesse wird vor allem als hormonelles Verhütungsmittel eingesetzt. In vielen Fällen kann es außerdem dazu beitragen, den Zyklus zu stabilisieren und Blutungsunregelmäßigkeiten zu verbessern. Ob eine zusätzliche Nutzenindikation (z. B. bei bestimmten Akne- oder Zyklusbeschwerden) im konkreten Produktkontext zugelassen ist, entnehmen Sie bitte der Packungsbeilage bzw. den offiziellen Angaben.
Sicherheit und Sicherheitsprofil
Kombinationspillen enthalten ein Östrogen und ein Gestagen. Wie bei allen Kombinationspräparaten gibt es bestimmte Risiken, die individuell abgewogen werden müssen.
Wichtige allgemeine Risiken
- Thrombose/Thromboembolie: Das Risiko für Blutgerinnsel in Beinvenen oder in der Lunge kann erhöht sein. Das Risiko ist nicht bei allen gleich, sondern hängt von persönlichen Faktoren ab (z. B. Rauchen, Alter, familiäre Vorgeschichte, Übergewicht, bestimmte Vorerkrankungen).
- Blutungsunregelmäßigkeiten: In den ersten Monaten sind Zwischenblutungen möglich.
- Arterielle Ereignisse: Das Risiko für z. B. Schlaganfall oder Herzinfarkt kann bei bestimmten Risikokonstellationen erhöht sein.
- Auswirkungen auf den Stoffwechsel: Bei manchen Personen können sich Blutdruck, Gewicht oder andere Parameter verändern; häufig ist jedoch kein Problem zu erwarten, wenn keine Risikofaktoren vorliegen.
Warnzeichen: Wann sofort medizinische Hilfe erforderlich ist
Suchen Sie umgehend ärztliche Hilfe, wenn eines der folgenden Symptome auftritt:
- Plötzliche Atemnot, Brustschmerzen oder Husten mit Blut (mögliche Lungenembolie)
- Einseitige Beinschwellung, Schmerzen oder Wärmegefühl im Bein (mögliche tiefe Venenthrombose)
- Plötzliche Lähmung, Sprach- oder Sehstörungen, starke Kopfschmerzen (mögliche neurologische Ereignisse)
- Starke Oberbauchschmerzen, Gelbfärbung der Haut oder Augen (Hinweis auf Leberprobleme)
- Starke Blutungen, die ungewöhnlich sind oder anhalten
Häufige Nebenwirkungen
Nebenwirkungen können von Person zu Person unterschiedlich sein. Häufige bzw. mögliche Effekte sind:
- Übelkeit (oft vorübergehend in den ersten Zyklen)
- Spannungsgefühl in den Brüsten
- Kopfschmerzen
- Stimmungsschwankungen
- Zwischenblutungen oder Zyklusunregelmäßigkeiten
- Veränderungen des Libidoempfindens
Wer sollte besondere Vorsicht walten lassen?
Bestimmte Situationen können die Anwendung von Kombinationspillen ungeeignet machen oder eine zusätzliche Abklärung erforderlich machen. Dazu zählen unter anderem:
- Rauchen (insbesondere ab einem höheren Alter)
- Vorliegen oder Verdacht auf Thrombosen/Embolien
- Bestimmte Migräneformen (insbesondere mit neurologischen Ausfällen, z. B. Aura)
- Schwere Lebererkrankungen
- Ungeklärte vaginale Blutungen
- Bestimmte Stoffwechsel- und Gerinnungsstörungen
Die genaue Abklärung erfolgt üblicherweise im Rahmen einer medizinischen Nutzen-Risiko-Bewertung. Halten Sie Rücksprache, wenn Sie unsicher sind.
Praktische Anwendungstipps für den Alltag
- Feste Uhrzeit wählen: Nehmen Sie Alesse möglichst jeden Tag zur gleichen Zeit. Das reduziert das Risiko für vergessene Einnahmen.
- Kalender/Reminder nutzen: Handy-Erinnerung, Kalender oder Tablettenbox helfen besonders am Anfang.
- Blister richtig handhaben: Nehmen Sie jeweils die richtige Tablette aus dem vorgesehenen Bereich. Prüfen Sie vor der Einnahme, ob es sich um aktive oder (falls vorgesehen) wirkstofffreie Tabletten handelt.
- Reiseplanung: Nehmen Sie die Tabletten in der Originalverpackung mit und planen Sie Zeitverschiebungen.
- Wenn Sie erkrankt sind: Bei Erbrechen oder starkem Durchfall beachten Sie die Hinweise zur Ersatz-/Nachhol-Einnahme.
- Kein Schutz vor STIs: Nutzen Sie bei Bedarf zusätzlich Kondome oder andere Barrieremethoden.
Alternativen zu Alesse
Je nach Lebenssituation, Verträglichkeit und persönlichen Risikofaktoren gibt es verschiedene Alternativen:
- Andere Kombinationspillen (andere Gestagene/Östrogen-Dosen)
- Gestagenpillen („Minipille“) – häufig bei bestimmten Personen eine Option, abhängig von den individuellen Gegebenheiten
- Hormonpflaster oder Vaginalring (ebenfalls kombinierte Optionen)
- Langwirksame reversible Kontrazeptiva (LARC): z. B. Hormon- oder Kupferspirale, je nach Präferenz und medizinischer Eignung
- Barrieremethoden (z. B. Kondome) – insbesondere als Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionen
- Natürliche Methoden (z. B. Zyklusbeobachtung) – benötigen konsequente Anwendung und sind meist weniger sicher als hormonelle Methoden
Welche Option für Sie am besten geeignet ist, hängt von Ihrer Gesundheit, Ihrem Alltag und Ihren Zielen ab. Sprechen Sie bei Unsicherheit mit medizinischem Fachpersonal oder Ihrer Apotheke.
Richtlinien und „Recent Guidance“ (Österreich/EU – allgemein)
In Österreich orientieren sich medizinische Empfehlungen typischerweise an internationalen Leitlinien der Fachgesellschaften und an EU-weit verfügbaren regulatorischen Informationen. In den letzten Jahren lag der Fokus besonders auf:
- Risikobewertung vor Beginn oder Fortführung kombinierter östrogenhaltiger Verhütung (z. B. Thromboserisiko, Migräne, Rauchen, Alter).
- Aufklärung über Warnzeichen und das rechtzeitige Erkennen thromboembolischer Symptome.
- Konsequente Information zu Wechselwirkungen (u. a. Enzyminduktoren wie Johanniskraut oder bestimmte Arzneimittel).
- Abstimmung bei Risikokonstellationen, z. B. bei wiederholten Zwischenblutungen oder anhaltenden Beschwerden.
Bitte beachten Sie: Konkrete Empfehlungen können sich je nach individueller Situation unterscheiden. Die Packungsbeilage bleibt stets maßgeblich.
Markt- und Rechtskontext in Österreich
In Österreich sind hormonelle Verhütungsmittel in der Regel als Arzneimittel zugelassen und unterliegen regulatorischen Vorgaben (z. B. Anforderungen an Kennzeichnung, Packungsbeilage und Vertrieb). Für Verbraucherinnen sind insbesondere folgende Aspekte relevant:
- Transparenz: Angaben zu Wirkstoffen, Einnahmeschema und Sicherheitshinweisen müssen in der Packungsbeilage klar beschrieben sein.
- Qualität und Verfügbarkeit: Achten Sie beim Online-Kauf auf seriöse Anbieter und auf Originalverpackungen.
- Schutz vor Fehlanwendung: Alesse sollte nur gemäß Anleitung und gemäß Ihrer individuellen Eignung genutzt werden.
Diese Produktseite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche ärztliche oder pharmazeutische Beratung.
Verfügbarkeit, Lieferung und Kauf im Online-Shop
In Österreich ist Alesse häufig in Apotheken und über ausgewählte Online-Kanäle erhältlich, sofern die Voraussetzungen für Versand und Lagerung erfüllt sind. Die Verfügbarkeit kann je nach Packungsgröße und Lieferkette variieren.
- Lieferung: Standard- oder Expresslieferung (abhängig von Ihrem Standort und der gewählten Option).
- Verpackung: Ware wird üblicherweise in sicherem Versandmaterial versendet und sollte original verpackt ankommen.
- Vorrat: In Stoßzeiten kann die Verfügbarkeit schwanken.
- Frische/Lagerung: Bewahren Sie das Produkt gemäß Packungsangaben auf (typischerweise trocken, vor direkter Sonne geschützt, außerhalb der Reichweite von Kindern).
Prüfen Sie vor dem Kauf die Angaben zur Lieferzeit und zu Versandbedingungen im jeweiligen Shopbereich.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie schnell wirkt Alesse?
Das hängt stark davon ab, wann Sie mit der Einnahme begonnen haben. Häufig ist der Schutz bei Start am 1. Tag der Periode sofort gegeben. Bei Start zu einem anderen Zeitpunkt kann eine zusätzliche Verhütung für eine gewisse Zeit nötig sein. Details finden Sie im Einnahmeschema Ihrer Packung.
Kann ich Alesse auch ohne Blutung weiternehmen?
Ja, in vielen Fällen kann die Abbruchblutung ausbleiben oder schwächer ausfallen. Wichtig ist, dass Sie das Einnahmeschema regelmäßig fortsetzen. Wenn die Blutung dauerhaft ausbleibt oder Schwangerschaftsverdacht besteht (z. B. nach vergessener Einnahme), lassen Sie dies bitte medizinisch abklären.
Schützt Alesse vor sexuell übertragbaren Infektionen?
Nein. Alesse schützt nicht vor sexuell übertragbaren Infektionen. Kondome können zusätzlich vor Infektionen schützen – besonders bei wechselnden Partnern oder unbekanntem Status.
Was mache ich, wenn ich zwischen zwei Packungen stark blute?
Zwischenblutungen können in den ersten Zyklen auftreten. Wenn Blutungen stark sind, ungewöhnlich lange anhalten oder von starken Beschwerden begleitet werden, sollte eine medizinische Abklärung erfolgen.
Beeinflusst Alesse die Stimmung oder das Gewicht?
Manche Anwenderinnen berichten über Stimmungsschwankungen oder Veränderungen des Wohlbefindens. Gewichtsschwankungen sind individuell unterschiedlich. Wenn Sie deutliche oder belastende Veränderungen bemerken, besprechen Sie dies bitte mit medizinischem Fachpersonal.
Darf ich während der Einnahme Sport treiben und in den Urlaub fliegen?
Grundsätzlich ja. Wichtig sind vor allem eine regelmäßige Einnahme und eine gute Reiseplanung (z. B. Zeitzonen). Bei Durchfall oder Erbrechen während der Reise gelten die üblichen Hinweise zur Aufnahme.
Gibt es spezielle Hinweise bei Kopfschmerzen oder Migräne?
Wenn Kopfschmerzen neu auftreten, sich stark verschlimmern oder Migräne mit Aura entsteht, sollte die Anwendung ärztlich überprüft werden. Dies gilt besonders bei plötzlichen neurologischen Symptomen.
Wie verhalte ich mich bei Durchfall oder Erbrechen?
Wenn Sie innerhalb kurzer Zeit nach der Einnahme erbrechen müssen oder starker Durchfall besteht, kann die Aufnahme der Wirkstoffe vermindert sein. In vielen Packungsbeilagen wird dann empfohlen, sich wie bei einer vergessenen Tablette zu verhalten und gegebenenfalls zusätzliche Verhütung zu nutzen. Lesen Sie hierzu die konkreten Hinweise in Ihrer Packungsbeilage.
Kann ich Alesse gleichzeitig mit Johanniskraut verwenden?
Johanniskraut kann die Wirksamkeit hormoneller Verhütungspillen beeinträchtigen. Verwenden Sie es daher nicht ohne Rücksprache und informieren Sie Ihre Apotheke/Ärztin bzw. Ihren Arzt.
Welche „Stopp“-Gründe sind besonders wichtig?
Brechen Sie nicht eigenständig ab, wenn Sie keine Alternative haben, aber suchen Sie zeitnah medizinische Hilfe, wenn Warnzeichen wie Symptome einer Thrombose/Embolie auftreten oder wenn Sie unsicher sind.
Zusammenfassung
Alesse (Levonorgestrel / Ethinylestradiol) ist eine Kombinationspille, die Schwangerschaft durch mehrere Mechanismen verhindert, insbesondere durch Hemmung des Eisprungs und Veränderung des Zervixschleims. Die Wirksamkeit hängt wesentlich von einer regelmäßigen täglichen Einnahme ab. Achten Sie auf mögliche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln, auf Situationen wie Erbrechen oder starken Durchfall und auf Warnzeichen, bei denen sofortige Abklärung notwendig ist.

